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Schweinefleischexporte boomen

  markttipps

Die Schweinefleischexporte aus der Europäischen Union haben im ersten Quartal 2021 neue Rekordhöhen erreicht. Nach vorläufigen Angaben der EU-Kommission wurden von den 27 Mitgliedstaaten - ohne Berücksichtigung des Handels mit Großbritannien - insgesamt 1,60 Mio t einschließlich Schlachtnebenerzeugnissen in Drittländer verkauft.

Die Schweinefleischexporte aus der Europäischen Union haben im ersten Quartal 2021 neue Rekordhöhen erreicht. Nach vorläufigen Angaben der EU-Kommission wurden von den 27 Mitgliedstaaten - ohne Berücksichtigung des Handels mit Großbritannien - insgesamt 1,60 Mio t einschließlich Schlachtnebenerzeugnissen in Drittländer verkauft; das entsprach einer Steigerung von 370 960 t oder 30,1 % gegenüber dem schon hohen Niveau der Vorjahresperiode. Zudem legten die Exporteinnahmen um 490 Mio Euro oder 16,6 % auf 3,44 Mrd Euro zu. Vor zwei Jahren hatte sich der Ausfuhrerlös im ersten Quartal "nur" auf 1,95 Mrd Euro belaufen.

 

Getragen wurde der Ausfuhrboom zum Jahresauftakt 2021 vom flotten Export nach Asien. Mit Abstand größter Kunde war China, wohin die EU-Schweinefleischlieferungen um 325 250 t oder 26,2 % zunahmen. Dieses Geschäft allein hatte einen Wert von 2,02 Mrd Euro. Aber auch andere asiatische Länder orderten spürbar mehr Ware in der Gemeinschaft. Hier sind in erster Linie die Philippinen mit einem Exportplus von rund 160 % auf 96 140 t zu nennen. Die dortige Regierung ist aktuell an höheren Einfuhren interessiert, um den Preisanstieg am heimischen Schweinefleischmarkt wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu mildern.

 

Auch in Vietnam hat die Tierseuche zu einer Angebotsverknappung von Schweinefleisch geführt; die EU-Exporte dorthin legten gegenüber dem ersten Jahresviertel 2020 um zwei Drittel auf 37 490 t zu. Größeren Appetit auf Schweinefleisch aus der EU hatte auch Hongkong, dessen Bezüge um 83,6 % auf 74 820 t zunahmen. Das Geschäft mit Südkorea, welches im vergangenen Jahr um ein Viertel eingebrochen war, erholte sich im ersten Quartal 2021 mit einem Ausfuhrzuwachs von 2,8 % auf 52 490 t indes nur langsam. Deutliche Einbußen verzeichnete der Absatz in Japan mit einem Minus von 23,2 % auf 77 820 t.

 

Mit Abstand größter Exporteur unter den EU-Mitgliedstaaten war Spanien. Dessen Ausfuhr von Schweinefleisch in Drittstaaten erhöhte sich von Januar bis März im Vergleich zur Vorjahresperiode um 75,5 % auf 621 310 t. Treiber waren vor allem die florierenden Verkäufe nach China. Das zweitplatzierte Dänemark profitierte ebenfalls vom Importbedarf Asiens und steigerte seine Ausfuhrmenge insgesamt um 28,9 % auf 272 250 t. Deutschland musste hingegen aufgrund der ASP-bedingten Einfuhrsperren vieler außereuropäischen Ländern einen starken Rückgang seiner Schweinefleischexporte hinnehmen, und zwar um 52,3 % auf 134 830 t. Davon entfielen rund 57 000 t auf Nebenerzeugnisse und Speck. AgE

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